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Die Tote Klasse (2001)
Kantor: “Der Widerspruch zwischen Tod und Leben korrespondiert perfekt mit dem Gegensatz zwischen Fiktion und Wirklichkeit.“
theaterIMprovisorium - Die Tote Klasse | frei nach Tadeusz KantorEin groteskes Spiel. Die Schüler in den Bänken erheben die Finger in der jedermann bekannten Geste und verharren so ... als ob sie um irgendetwas bäten. Dann gehen sie hinaus, der Klassenraum ist leer. Aus dem hintersten Winkel unserer Erinnerung kehren sie alle plötzlich wieder zurück ... das letzte Spiel der Illusion beginnt. Die Gestalten der Toten Klasse sind zweifelhafte Individuen, die ihre gescheiterten Leben längst hinter sich haben, gezwungen dazu, ihr Leben wieder und wieder durchzumachen. Sie sind sozusagen aus verschiedenen Resten zusammengebastelt – und genäht. Ihr Leben im Tode wird bestimmt von Überbleibseln aus ihrer Kindheit, die sie nicht loswerden können, von erlebten Schicksalen vergangener, nicht immer ehrenvoller Leben, von Resten aus ihren Träumen und Leidenschaften. Die Figuren bilden sich im Laufe der dramatischen Handlung ständig um, fallen wieder auseinander, setzen sich neu zusammen.

Regie: Gil Staug
Es spielten: Hanna Balzer, Miriam deVries, Heidrun Felske, Joachim Koetzle, Thomas Piewack, Karl-Heinz Pitz, Jürgen Puls, Steffen Rüdebusch
Technik: Bettina Boehnke-Graf
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© theaterIMprovisorium 2009